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Durch den Tag mit Julia Leeb.

Die Nuba-Berge im Sudan, der Irak, Nordkorea: Julia Leeb packt ihre Kameras immer dort aus, wo die Welt im Dunkel versinkt, in Gewalt und Krieg. Trotzdem findet sie an diesen Orten auch Helles: Menschlichkeit und Frauen, die die Zukunft in die eigenen Hände nehmen. Julia Leebs Tage sind so divers wie die Länder und Regionen, die sie bereist. Und Schönheit definiert sie konsequent anders.

Die Leute wollen mich immer einordnen.

Ich höre oft: Ah, du bist Fotografin. Dabei ist das nur ein Aspekt meiner Arbeit. Ich fotografiere, filme, schreibe, nutze eine 360-Grad- Kamera und produziere Virtual Reality. Dabei geht es immer ums Thema. Ich drücke es nur durch verschiedene Medien aus, damit ich die Menschen erreiche, die ich erreichen will. Ein Beispiel: Man kann über Nordkorea einen Film drehen, der auf einem Kulturkanal läuft. Das ist wunderbar. Damit spreche ich aber nur ein informiertes Publikum an, das man nicht mehr abholen muss. Oder man produziert ein buntes, luxuriöses Fotobuch mit Texten, die das Leben in der Diktatur schildern. Ich habe mich für das Buch entschieden. Es wird in über 70 Ländern der Welt veröffentlicht. Manche kaufen es aus rein ästhetischen Gründen und lesen dann trotzdem über die Realität von Unterdrückung. Normalerweise hat Nordkorea nur ein Gesicht, und zwar das von Kim Jong Un. Mein Buch macht ein paar der 25 Millionen anderen Menschen dort sichtbar. Ich zeige, dass wir im Kern doch alle gleich sind, auch wenn wir anders aussehen.

Es gibt Fotos, die ich nicht veröffentliche.

Momente eines intimen Schmerzes, die nur der Person selbst gehören. Zum Beispiel einer Mutter, die gerade ihr Kind verloren hat. Ich stelle keinen Schmerz zur Schau.

 

Eine 360-Grad-Kamera befreit die Wirklichkeit aus ihrer Umrandung.

Jedes Foto ist eingerahmt, auf dem Handy, dem Computer, im Album. Wenn ich mit der 360-Grad-Kamera arbeite, befreie ich den Wirklichkeitsausschnitt aus dieser Umrandung. Und die Menschen können sich ein besseres Bild der Realität machen.

 

Menschlichkeit entdecke ich an Orten, wo ich sie nicht vermutet hätte.

Ich bin in Gebieten unterwegs, die von Gewalt geprägt sind. Trotzdem sind da Gesten von Großmut. Menschen, die ihr Essen mit einem teilen, ihr Bett. Auch wenn sie selbst nicht genug haben. Sehr oft sind das Frauen. Sie haben sich die Möglichkeit zu verzeihen bewahrt. Durch solche Begegnungen lerne ich Demut, Dankbarkeit, Solidarität. Und: dass ich mir meine Verletzlichkeit bewahren will, meine Offenheit.

 

Frauen schaffen Zukunft. 

Mich hat es immer gestört, dass in den Geschichtsbüchern und in der Kriegsberichterstattung nur die Täter zu Wort kommen, die Politiker und Militärs. Die, die Zukunft schaffen, die Hoffnung sind, kommen nicht vor. Sie haben keine Stimme. Oft sind das die Frauen. Dabei ist eine Gesellschaft immer dann erfolgreich, wenn Frauen gleichberechtigt sind.

Ich bin auf dem Land groß geworden.

Mit viel Raum für Fantasie, Improvisation und Zufallsbekanntschaften beim Spielen. Mit Menschen komme ich gut aus. Das bin ich gewohnt. Wir waren immer draußen, in der Natur, im Wald. Haben repariert, gebastelt, gebaut. Auf meinen Reisen hat mir das schon oft geholfen.

 

Nein sagen lerne ich immer mehr.

Das letzte Mal habe ich nein gesagt, als ich in meinem Urlaub in Spanien überfallen und auf den Boden geschleudert wurde. Körperlich ist mir nichts passiert. Ich wollte nur die schlechte Energie nicht für den ganzen Urlaub übernehmen. Und habe mich also bewusst dagegen entschieden. Eine Begegnung im Irak hilft mir dabei: Der Irak ist ein von Gewalt zerrissenes Land. Dort gibt es eine kleine, sehr alte monotheistische Religionsgemeinschaft, die Zarathustrier. Sie beten das Gute, das Helle an, das Licht und das Feuer. Darin steckt viel Kraft: hell denken, hell reden, hell handeln. Für mich ist das eine bewusste Entscheidung.

 

Mein Ritual: Abtauchen.

Wenn ich wieder zu Hause ankomme, gehe ich zuerst in die Badewanne. Für mich ist das ein Ritual, und das schon seit Jahren. Abtauchen. Die Stille im sehr heißen Wasser. Das Reinigen. Ich bleibe in der Wanne, bis die Fingerspitzen schrumpelig werden. Und reibe mich danach mit dem Zitronen Lemongrass Pflegeöl von Dr. Hauschka ein. Für mich zu sorgen hilft mir, mich wieder in meinem eigenen Körper wohlzufühlen. Schönheit braucht immer Klarheit und Wahrheit. Jemand der echt ist, ist schön.

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