Synonyme für Lärche: Europäische Lärche
Wissenschaftlicher Name: Larix decidua Mill.
Familie: Pinaceae (Kieferngewächse)
Spätestens im Herbst und Winter lässt sich die Lärche leicht von den anderen Nadelbäumen unterscheiden. Für ihre Verwandten untypisch wirft dieser elegante Baum zum Winter hin seine Nadeln ab, nachdem sie leuchtend gelb geworden sind. Ein vertrautes Bild bei einem Winterspaziergang im Wald sind die vielen Lärchennadeln und abgestorbenen Lärchenäste auf dem Waldboden, die unverkennbar von kleinen Verdickungen übersät sind: den Wuchsstellen der Nadeln. Im folgenden Frühling treibt die bis zu 50 Meter hoch wachsende Lärche neue, kräftig hellgrüne Nadeln, die ganz weich in pinseligen Büscheln entlang der Äste wachsen und nie so hart werden wie die ihrer Nadelbaum-Geschwister. Die zwischen März und Mai sich entwickelnden Blüten sind getrennt nach Geschlechtern, befinden sich aber auf einem Baum. Die männlichen, etwa ein Zentimeter langen Blüten hängen hellgelb und kugelig von den Ästen. Die weiblichen, rosa bis dunkelrot gefärbten Blüten wachsen nach der Befruchtung zu aufrecht an den Ästen stehenden Zapfen heran, die etwa drei Zentimeter groß werden. Im folgenden Jahr reifen in den Zapfen die geflügelten Samen. Sind sie ausgeflogen, bleiben die Zapfen am Baum hängen und fallen erst nach etwa zehn Jahren zusammen mit dem Zweig zu Boden.
In ihrer Standortwahl kommt die Lärche hoch hinaus und sucht sich lichte Plätze, an denen sie sich unbeschattet entfalten kann. Als Baum der Hochgebirge übersteht sie extreme Temperaturschwankungen zwischen minus 40 Grad Celsius und ausgeprägter Sommerhitze. Ihre Ansprüche an den Boden und die Wasserversorgung sind bescheiden. Mit kräftigen, bis zu vier Meter in den Boden wachsenden Wurzeln findet sie in den Tiefen Wasser und verankert sich sturmfest.