Synonyme für Ananas: keine bekannt
Wissenschaftlicher Name: Ananas comosus (L.) Merr., Ananas sativus L.
Familie: Bromeliaceae (Bromeliengewächse)
Ananas: Das sind für uns süß duftende, wie Zapfen aussehende Früchte mit einem stacheligen grünen Blattschopf und leckerem Fruchtfleisch. Aber wie sieht die Pflanze dazu aus? Die tropische, mehrjährige Ananas gehört zur Familie der Bromeliengewächse und wird strauchartig etwa einen Meter hoch. Direkt aus dem Boden wachsen rosettenförmig die gezähnten und dadurch recht kratzbürstigen bis zu einen Meter langen Blätter. Quasi Maxiversionen des Blattschopfes an der Ananasfrucht. Wenn die Pflanze ein Jahr alt ist, sprießt das erste Mal der Blütenstand aus der Rosettenmitte: ein dicker, etwa 30 cm langer Blütenstiel mit eng sich drängenden zahlreichen weißen oder blau bis purpurroten Blüten. Ohne Bestäubung bilden sie samenlose Beeren, die mit der Blütenachse zu dem fleischigen Verbund der Ananasfrucht verwachsen. Jede Schuppe der Fruchtschale markiert eine Blüte, deren letzte Reste wir beim Schälen der Frucht finden: Es sind die verhärteten, wenige Millimeter großen Gebilde, die direkt unter der Schale im Fruchtfleisch sitzen. Das verholzte kreisrunde Herz der Frucht ist hingegen der Blütenstiel.
Wie alle Bromeliengewächse ernährt sich die Ananaspflanze über die Blätter mithilfe spezieller Schuppenhaare (Saugschuppen), die Wasser und Nährstoffe aufnehmen. Das Innere der Blattrosette dient dabei als natürliches Wasserreservoir. Bei einigen Bromelien-Arten ist aus diesem Minitümpel übrigens ein kleines Biotop mit eigenen Tierarten, Insekten und sogar Fröschen entstanden. Die Wurzeln verankern die Pflanze hauptsächlich im Boden.